Aloe Vera – ein altes Hausmittel

Die Aloe Vera sieht nicht nur sehr schön aus, die Pflanze hilft auch gegen allerhand Wehwehchen. Heute möchte ich deswegen etwas näher auf die Anwendungsmöglichkeiten eingehen. Besorgt euch schon mal einen Ableger von Freunden, es lohnt sich der Pflanze ein Zuhause zu geben.

Die Herkunft der Aloe Vera

Die Herkunft ist letzten Endes ungeklärt. Einige sagen, sie käme ursprünglich von der arabischen Halbinsel. Kultiviert wird die Aloe Vera allerdings vom Mittelmeer bis zu den Kanaren oder Mexico. Ich habe sogar schon hierzulange Exemplare gesehen, die Leute im Ruhrgebiet im Garten hatten, die mal aus Spanien mitgebracht wurden. Ich glaube aber, dass das Glückssache ist. In kälteren Regionen Deutschlands wird das meiner Einschätzung nach nicht glücken.

Der Begriff Aloe kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt „bitter“.  Das hängt wahrscheinlich mit dem Geschmack zusammen. Einfach mal abschneiden und dran lecken, dann merkt ihr es selbst, wieso die Pflanze so heißt. Kann man machen, muss man aber nicht.

Von der Aloe Vera gibt es übrigens 250 verschiedene Arten.

Aloe Vera
Aloe Vera – Heilpflanze

Die Heilpflanze Aloe Vera

Der Aloe Vera wird nachgesagt gegen Verstopfung zu helfen. Allerdings gibt es hier bessere Mittel und die Wissenschaft rät davon ab, die Aloe Vera zum Zweck des Abführens zu benutzen. Es kann zu schweren Durchfällen kommen und zu gefährlichen Nierenentzündungen und Vergiftungen.

Die Pflanze wirkt entzündungshemmend und kühlt, sie mindert auch Juckreiz und Wunden können schneller heilen. Hierzu schneidet man einen „Arm“ von der Aloe Vera ab und schält ihn an einer Seite auf. Dazu ist ein Kartoffelmesser oder ein anderes dünnes und scharfes Messer geeignet. Nun könnt ihr bequem mit einem Löffel das Gel herausschaben.

Anwenden kann man es bei kleineren Schnittwunden und Kratzern  zur Wundheilung. Bei Verbrennungen hilft es auch wunderbar. Eine Mitreisende hat sich mal in Indonesien an einem Moped Auspuff verbrannt. Das Gel hat die Wunde gekühlt und so gut beruhigt, dass sie nach zwei Tagen wieder zu war. So etwas habe ich bisher noch nie gesehen. Auch bei Sonnenbränden und Mückenstichen soll die Aloe Vera sehr gut helfen.

Pflege

Sie mag ein Sand Erde Gemisch, wie die meisten Sukkulenten oder Kakteen. Um Staunässe zu vermeiden sind Kieselsteine am Topfboden sinnvoll. Die Aloe Vera möchte nur mäßig gegossen werden, sie wächst ja sogar in Wüstenregionen und sowieso eher in wärmeren Gefilden. Am besten neben die Pflanze gießen und nicht auf die Pflanze, sonst kann sich Staunässe bilden und dann fault es am Stamm. Ab und an mag die Pflanze Kakteendünger.

Die Aloe mag es im Sommer auf dem Balkon zu stehen, im Winter wohnt sie gerne im kühlen und hellen Hausflur. Kühl ist gut, kalt ist schlecht. Wenn die Aloe einen langsamen Temperaturabfall beschert bekommt, aber keinen Frost, dann blüht sie rot oder orange im Januar. Die beste Überwinterungstemperatur liegt bei 15 Grad. Im Winter reicht es die Topfpflanze alle 4-6 Wochen zu gießen.

Sind Blütenstände oder Blätter welk und werden braun, könnt ihr diese einfach abschneiden.

Freunden eine Freude machen

Bildet die Aloe Vera Ableger, so könnt ihr sie im Frühjahr langsam mit Vorsicht von der Mutterpflanze trennen und separat in einen Topf pflanzen. Sie gehen wunderbar an. Ich habe schon sehr viele der Pflanzen an Freunde verschenkt.

Pflanze mit ähnlicher Wirkung

Der australische Teebaum überschneidet sich in der Anwendung als Heilpflanze hier und da mit der Aloe. Daher könnt ihr auch gerne meinen Artikel zum Teebaum Öl/Tea Tree lesen, viel Spaß damit!

 

Bildquellen

  • Aloe Vera 02: Bildrechte beim Autor
  • Aloe Vera 01: Bildrechte beim Autor