Bucheckern tolle Energiequelle

Hier ein kleiner Blogbeitrag zum Thema “Nahrung von Draußen”. Im Herbst kann man neben Pilzen in unseren heimischen Wäldern Bucheckern finden. Hier ist die Haupterntezeit der Oktober mit seinen schönen Farben. Die heimische Rotbuche wirft ab Ende September ihre Saat ab. In Kriegen oder langen kalten Wintern sicherten sich schon früher die Menschen unter anderem mit Bucheckern ihr Überleben. Bucheckern enthalten neben Mineralstoffen auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren – mit einem 40 prozentigem Fettgehalt. Die Bucheckern sind also eine richtig gute Energiequelle. Ihr zudem hoher Eisengehalt ist auch äußerst gesund und wichtig für die Blutbildung. Zink, Eiweiß, Calcium sowie die Vitamine C und B6 stärken zusätzlich unseren Organismus. Auch die Waldbewohner wissen den Buchensamen sehr zu schätzen, so decken sich die Eichhörnchen damit ein, um über den Winter zu kommen. Auch bei Vögeln, Rehen und Wildschweinen steht die Buchecker hoch im Kurs. Aber keine Angst, die Waldböden sind im Oktober buchenrot vor lauter herunter gefallener Bucheckern. Ihr dürft also gerne ein paar sammeln ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Vorsicht, schwach giftig!
Roh ist die Buchecker nicht bekömmlich. Man sollte sie nicht in rauen Mengen verspeisen ohne sie vorher angeröstet oder eine Weile im heißen Wasser gekocht zu haben. Als Mehl geschrotet kann man sie auch ohne sie zu rösten oder abzukochen verwenden. Rohe Bucheckern enthalten Fagin, ein Blausäure-Glykosid und Oxalsäure. Ein gesunder Erwachsener müsste eine beachtliche Menge verzehren, um Vergiftungserscheinungen zu bekommen. Ein paar darf man also schon im Wald beim sammeln naschen.

Das Schälen kann mühsam sein. Wenn du die Samenkerne in der Pfanne etwas anröstest, springen sie von ganz alleine auf. Hierzu bitte kein Öl verwenden.

Zu was kann man die Kerne denn essen oder verarbeiten? Ihr könnt die Kerne schälen und schroten. Das Mehl könnt ihr auch zum backen verwenden. Die Buchecker schmeckt angenehm nussig, was sie auch zu einem Pinienkern Ersatz machen kann, wenn man sie über Salaten gibt oder sie zum Peste dazu gibt. Hier solltet ihr die Eckern vorher kurz anrösten, damit das Pesto bekömmlich ist; das gleiche gilt auch für Salate. Die Buchensamen eignen sich ebenso hervorragend zu einer kurzweiligen Knabberei vor dem Fernseher.

Im Krieg wurden die zu Mehl verarbeiteten Bucheckern mit Wasser übergossen. Aufgrund des hervorragenden Aromas dienten sie so als schmackhafter Kaffeeersatz. Auch wurde vor hunderten von Jahren das gepresste Öl der Bucheckern als Lampenöl genutzt. Um einen Liter des Öls zu erhalten muss man ca. sieben Kilo Bucheckern sammeln.

Es ist schade dass heute so wenig Menschen die Möglichkeiten einer natürlichen und gesunden Ernährung auskosten. Es kann so einfach sein sich etwas gutes zu tun. Also nutzt die Gelegenheit des Herbstes und probiert dieses wunderbare Geschenk der Natur.

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